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Mit h oder ohne?

In der Literatur findest du beide Schreibweisen.In früheren Jahrhunderten gab es noch keine allgemeine Rechtschreibung. Mit h oder ohne ist egal. Es kommt auf die Wünsche an.

Wintersonnenwende

Die Menschen waren in früheren Zeiten stark von der Sonnenwende, den Winterstürmen, der langen Dunkelheit, der Kälte und den Entbehrungen in den Wintermonaten beeindruckt und damit beschäftigt, sich trotz dieser Widrigkeiten das Leben so erträglich wie möglich zu gestalten.Schon in vorchristlicher Zeit wurde in unseren Breitengraden die Geburt der Sonne als Wintersonnenwende gefeiert.

Jahreswechsel

Für uns ist es die Zeit des Jahreswechsel, in der auch wir noch von der „Zeit zwischen den Jahren“ sprechen. Damals war es die Zeit des Kampfes zwischen Finsternis und Licht. Um keine anderen Zeit im Jahr ranken sich so viel Aberglaube und und überlieferte Bräuche wie in der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest.

Bräuche und Aberglaube

Diese Bräuche sind verbunden mit Regeln fürs Überleben in früheren Zeiten. Aberglauben und gute Wünsche waren bezogen auf gute Bedingungen fürs kommende Jahr: Die Familien waren angewiesen auf gute Wetterbedingungen für gute Ernten und das Ausbleiben von Sturmschäden, Blitzeinschlag, Krankheiten und Unfällen, um das Überleben zu sichern.

Die widrigen Wetterumstände im Winter waren der Grund dafür, dass die Menschen kaum Arbeit im Freien verrichten konnten und sich selbst mit Geschichten und Sagen unterhielten.

Die raue Natur gab diesen Nächten ihren Namen.

Für viele ist die Zeit vor Weihnachten wesentlich weniger besinnlich gewesen als geplant.

In vielen Familien wird es tatsächlich erst nach dem Weihnachtsfest richtig ruhig. Hier ein paar Anregungen für die spezielle Zeit der Besinnlichkeit; zusammengetragen aus diversen Quellen von Überlieferungen und Bräuchen:

• täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren gehen und damit die eigene Reise ins Innere antreten – schweigend, nachdenklich und beobachtend, was im Inneren gerade passiert

• Räuchern

• Märchen und alte Geschichten erzählen. Auch Geschichten aus der eigenen Familie werden jetzt an Kinder weitergereicht

• Pläne schmieden für das neue Jahr.

• Nach draußen gehen und das besondere Licht ansehen, die Sonne steht sehr tief und hüllt vieles in goldenen Glanz

• Unsere Großeltern haben es strengstens vermieden, in dieser Zeit Wäsche aufzuhängen. Das geht darauf zurück, dass in dieser Zeit die Odins Wilde Jagd stattfinden soll. Seine Geister nehmen alles mit, was sich nicht geschützt hat – und können über die Wäsche auch die Träger der Kleidungsstücke mitnehmen auf ihren Zug. Dann irrt derjenige verloren in der Geisterwelt umher.

• Verliehenes sollte sich wieder an Ort und Stelle im eigenen Haushalt befinden. So hat man Altes abgeschlossen und kann sich gesammelt dem Neuen stellen.

• Was in diesen Tagen passiert, hat Einfluss auf das nächste Jahr. Also sollte man seine Handlungen gründlich überdenken.

• Die Ahnengeister sind während dieser Zeit sehr nahe. Es ist vorteilhaft, sich an seine Vorfahren zu erinnern und ihnen Zeit, Kerzen oder anderes zu opfern.

• Diese Tage sind Frau Holle gewidmet. Nur in diesen 12 Tagen erlaubt sie, dass man sich ausruht – und es ist ausdrücklich erwünscht. Arbeit sollte auf ein Minimum reduziert werden. Man kann ihr auch Kleinigkeiten im Garten opfern, etwa Gebäck.

• Immer wieder sollte man sich der Liebe bewusst sein. Wo findet sie im Leben statt? Wo können wir sie verstärken.

• Das Haus sollte vor den Raunächten energetisch gereinigt werden.

• Das innere Licht sollte jeden Tag bewusst wahrgenommen werden und zum Leuchten gebracht werden.

• Was man jetzt sät, erntet man im Neuen Jahr.

• Ein Traumtagebuch sollte man auf jeden Fall führen und nach dem Aufwachen kurz notieren, was man geträumt hat. So kann man sich auch später im Jahr noch erinnern, was man in welcher Raunacht geträumt hat.

• Träume spielen eine große Rolle in den Raunächten, sie verraten, was in Zukunft passieren kann.

Auch Tagträume gehören dazu.

Literaturempfehlungen

Der örtliche Buchhandel freut sich über deine Unterstützung:

www.genialokal.de